Ellis-Blog

12.08.2017 Der OstseeMan 2017

Am Freitag vor dem Rennen fuhren wir wie jedes Jahr gegen Mittag los Richtung Flensburg/ Glücksburg. Eigentlich wollten wir pünktlich zur Eröffnung auf dem Rathausplatz um 17 Uhr in Glücksburg sein. Aber leider verhinderten die Straßenverhältnisse dies ein wenig. So stellten wir kurz vor 18 Uhr unser Auto am Parkplatz an der Rudehalle ab und gingen dem Marsch der Nationen entgegen. Nach einer langen und schönen Pastaparty fuhren wir in unser Hotel. Eigentlich bin ich ein Mensch, der sehr gut schlafen kann. Aber diese Nacht war ich mehr im Halbschlaf als dass ich richtig geschlafen hätte. Aber ich habe mich davon nicht irre machen lassen. Ganz anders als die Woche vorher. Christian musste da sehr viel aushalten. Ab Montag ging es bei mir los, dass dies und das und jenes etwas weh tat. Erst die Hüfte. Dann noch das Knie. Donnerstag war ich dann radeln und es zwickte und stach immer zu im Bein. Da war ich doch schon echt deprimiert und dachte, wie soll das gehen, so schon von Anfang an in den Wettkampf zu gehen. Am Abend saßen wir dann auf dem Sofa und neben den Beinschmerzen fing dann noch meine Schulter an weh zu tun. Und da sagte ich mir: “Nun ist Schluss Kopf. Du gaukelst mir hier was vor, was gar nicht sein kann.” Und seit dem tat dann auch nichts mehr weh.

Am Samstag war ich vor der Wettkampfbesprechung kurz radeln und mir einen Teil der Radstrecke ansehen. Eigentlich wollten wir ein Wochenende im Frühling nach Glücksburg kommen um zusammen die Strecke abzufahren. Denn wie man ja weiß, ist die nicht ganz einfach zu fahren. Aber leider hatten wir die Besichtigung vorher einfach nicht geschafft. Und so zeigte Christian mir über Google-maps, wo man welche Kurven wie fahren kann/sollte. Aber ich Kurvenmuddi bin weit davon entfernt die Kurven maximal zu fahren. Aber egal. Nach der Wettkampfbesprechung und der Radabgabe war ich noch kurz in der Ostsee schwimmen, bevor es zurück ins Hotel ging. Die Aufregung stieg immer weiter. Aber auch die Freude. Diese Nacht habe ich erstaunlich gut geschlafen.

Sonntag um 4:45 klingelten die Wecker (lieber 2 stellen, sicher ist sicher).Nach meinem gewöhnlichen Frühstück- 2 Eier, ein Brötchen mit Butter und Nutella und 2 Kaffee, fuhren wir los. Im Wechselgarten dann noch die Wechselbeutel kontrolliert und Neo angezogen und bin dann runter zum Strand. Und ab da habe ich mir vorgenommen, 12 h zu feiern. Das Rennen OstseeMan nun von der anderen Seite einmal erleben zu dürfen. Und das war teilweise sehr emotional. Unten am Start gab es einen Regenbogen, direkt wo wir hin schwimmen sollten. Dazu noch die Musik. Da war meine Schwimmbrille von innen fast gefüllt. Aber zum Glück kam dann schneller der Countdown und los ging es.

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Ich bin gemütlich ins Wasser gegangen. Denn Christian hatte gemeint, ich sollte nicht einschwimmen um danach nicht kalt zu werden. So ging ich langsam ins Wasser und schwamm los. Nach ein Paar Zügen konnte ich es nicht lassen und bin kurz Rücken geschwommen um mir den Strand von Glücksburg anzuschauen. Mit all den Zuschauern. Das war schon echt cool. An der ersten Boje war dann kurz Schwimmerstau bis es weiter ging. Leider war an diesem Sonntag schon morgens Wind, so dass es sich teilweise anfühlte, als ob man in der Waschmaschine schwimmt. Mit der Welle im Rücken ging  es aber ganz gut. Zwischendurch kamen Quallenbänke. Das war echt eklig. Aber so lange ich nur bei jedem 5. Zug eine erwischte, war es ok. Aber auf dem Rückweg der zweiten Schwimmrunde war so eine Quallenbank, dass man hätte aufstehen könne um darauf zu laufen. So viele. So große. Oh man habe ich mich geekelt. Und da musste ich auch kurz Brust schwimmen um das zu überstehen. Danach musste ich erst einmal meine Atmung wieder in den Griff bekommen. Kurz vor der Seebrücke hätte ich dann noch fast meine Schwimmbrille verloren, da die Badekappe hoch gerutscht war. Ich bin eben ein Dickkopf, dem nicht jede Badekappe passt.

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Beim Ausstieg aus dem Wasser habe ich mir viel Zeit gelassen. Erst einmal ruhig hoch kommen, dann den Strand hoch wandern, unter der Dusche durch, an all den Leuten vorbei. Das war echt krass. Nach dem Wechsel (ich habe mir Zeit gelassen und habe daher eine Wechselzeit von fast 7 Minuten), ging es los auf die Radstrecke. Christian hat mir eingetrichtert, es ja ruhig auf dem Rad angehen zu lassen. Gerade  an den Anstiegen sollte ich singen, damit ich da nicht zu schnell hoch fahre. Und so ging es los. Runde um Runde wurde mein Kurve-fahren besser. Ich genoss die Stimmungsnester- Glücksburg an sich, wo Bernhard Vogel mich immer toll empfangen hat und Christian mit unseren Kindern stand und mich anfeuerte. In Wees gab es eine tolle Fankurve, wo ich beinahe aus der Kurve geflogen wäre, weil ich “mit gefeiert” hatte. Kurz vor Rüde gab es ein tolles großes Partyzelt mit vielen Leuten und super Stimmung. Aber auch auf jeder Runde standen einzelne Leute an der Strecke und feuerten ein richtig gut an. Super. Danke dafür. Danke auch an THW und Polizei und allen freiwilligen Helfer, die den ganzen Tag den Verkehr geregelt haben und mir ein super sicheres Gefühl gegeben haben. Ich finde es von der Organisation auch toll, dass wenn man mit Autos auf einer Straße war (geteilte Fahrbahn, Autos die eine Seite, Radfahrer auf der anderen, und dazwischen Baken oder Kegel), die Autos immer mit einem in Fahrtrichtung unterwegs waren. So hatte man nie Gegenverkehr und ich fühlte mich dadurch echt sicher. Und es ist schon enorm, wenn man schaute, wie viele Baken, Kegel, Schilder und Absperreinrichtungen an diesem Tag überall aufgebaut waren. Ja als Straßenbauingenieurin schaue ich auch während des Wettkampes auf so etwas :D.

Nach dem Radeln ging es dann kurz aufs Dixi. Ich musste schon die letzten 1 1/2 Runden, aber ich war zu faul um zwischendurch an zuhalten. Und habe auch versucht, es laufen zu lassen- machen wohl einige. Aber das habe ich nicht geschafft. Der Wechsel war auch sehr amüsant, da die Helfer einem im Zelt beim Anziehen teilweise helfen, sich über meine rosa gepunkteten Socken erfreuten, einem alles wieder in den Wechselbeutel packten und 5 mal nachfragten, ob man die Brille oder die Riegel nicht doch will. Die kennen die komischen Sportler schon, die sicherlich oft dann nicht mehr genau wissen, was sie eigentlich mit nehmen wollen, und was nicht.

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Auf der Laufrunde habe ich die ersten 3 km auf die Uhr geschaut um ja nicht zu schnell los zu laufen. Ich war mit einer Gehpause an der Verpflegungszone in einem 6 Minuten-Schnitt unterwegs. Das war eigentlich schon ganz schön fix. Christian meinte, dass ich an den Verpflegungsstationen immer gehen sollte, sowie raus aus dem Schlosspark- da dort auch ein Anstieg war.  Das tat auch immer sehr gut. Und ich konnte mich darauf auch immer freuen. Denn an die gesamte Runde zu denken, war oft viel zu viel. Und so hangelte ich mich gedanklich von der einen Verpflegungsstation zur anderen. Das ist gedanklich nicht so weit.

Die ersten zwei Runden war ich irgendwie müde im Kopf. Der Körper hat zum Glück getan, was er tun sollte, aber der Kopf war müde. Christian tauchte immer irgendwo auf der Laufstrecke auf, um mich zu motivieren. Nach den ersten beiden Runden hatte ich dann meinen voll fokussierten Kopf zurück, was das Laufen deutlich einfacher machte. Christian motivierte mich weiter- zum Beispiel hatten wir vorher ausgemacht, bei welcher Zielzeit ich wie viel Budget hätte um Schuhe zu kaufen. Ja das motiviert mich. Und so bin ich zwischendurch leise murmelnd gelaufen: ” Rote Pumps. Rote Pumps”. Ab Kilometer 30 fingen dann die Muskeln an weh zu tun. Da fiel mir auf, dass mir bis dahin nichts weh tat. Danke an den weltbesten Trainer, der mich so super hierauf vorbereitet hatte.

Einer von Christians Sportlern ist Mentalcoach, der den ganzen Tag über den Liveticker bei mir mit fieberte und Christian dann immer mit Sprüchen und Vorschlägen versorgte. Und der eine Tipp war auch echt super. Man muss an das Wort ENERGIE denken. Immer zu. Und dann hatte ich das Gefühl, wie so in einem Trickfilm, dass warme gelbe Energie durch meinen ganzen Körper strömte. Cooler Tipp, danke.

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Nach 12 Stunden und 25 Minuten kam ich ins Ziel. Super glücklich, mein Vorhaben erfolgreich geschafft zu haben.

Ich könnte noch viel mehr schreiben. Denn so ein Tag ist lang und voller Storys und Emotionen. Auch wenn der Tag an sich für mich nicht so lang angefühlt hat. Es flog einfach wie ein tolles Erlebnis an mir vorbei.

Und zum Schluss für alle die Zahlen lieben:

Swim Finish 01:25:30
Bike Start 06:58
  1. Kontrolle Bike
01:02:31
  1. Kontrolle Bike
01:00:39
  1. Kontrolle Bike
01:00:59
  1. Kontrolle Bike
01:00:43
  1. Kontrolle Bike
01:01:12
  1. Kontrolle Bike
01:03:39
Bike Finish 02:14
Run Start 05:18
  1. Kontrolle Run
40:01
  1. Runde Run
10:41
  1. Kontrolle Run
43:16
  1. Runde Run
11:02
  1. Kontrolle Run
44:10
  1. Runde Run
11:01
  1. Kontrolle Run
45:27
  1. Runde Run
11:34
  1. Kontrolle Run
46:28
Preview 11:35
Zielzeit (Brutto) 12:25:26

 

Platz (W) 16
Platz (AK) 5
Platz (Gesamt) 155

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07.08.2016 ZIEL erreicht

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Und nun bin ich k.o. und mir tut alles weh und mein Kopf kann noch nichts ordentliches von sich geben. Daher gibts eine ausführliche Story später.

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30.07.2017 In 7 Tagen…

In 7 Tagen bin ich dann hoffentlich am Ziel- an meinem Ziel- den Ostseeman mit einem Lächeln gefinisht zu haben.

Langsam aber sicher werde ich nun echt nervös. Und der arme Christian bekommt das natürlich alles ab. Ob ich auf einer Radeinheit anrufe und verzweifelt erkläre, dass da gar nichts geht den Tag. Oder ich beim Laufen ihm sage wo es zwickt und dass das Bein nun fast schon eine Woche lang weh tut. Aber um ehrlich zu sein- ich fange nun an in mich hinein zu hören, in der Angst, dass meinem Ziel irgendwas im Weg stehe könnte oder es deutlich erschweren würde. Aber immer wenn ich nicht ans Rennen denke- dann tut auch nichts weh. Also gaukelt mir der Kopf das doch nur vor. Aber die letzten zwei Wochen haben wir noch einmal harte Trainingseinheiten gemacht. Und nun diese Wochenende waren wir ruhig radeln und laufen, so dass die Muskeln nun auch wieder echt locker sind. Das müssen sie nur noch sich 6 Tage merken. :D

Ab morgen will ich anfangen alles fürs Rennen vorzubereiten. Mein Essen kaufen, Zettel als Erinnerungen schreiben, Rad putzen und und und.

Am Freitag geht es dann nach Glücksburg zur Eröffnung auf dem Rathausplatz und dem anschließenden Einzug der Nationen in die Rudehalle. Oh- wenn ich das schreibe, bekomme ich total Gänsehaut. Also bis dann- ich freue mich!!!!!

Und die Startlisten sind auch schon online. Ich habe die Startnummer 365. Denn ich habe mich 365 Tage auf das Rennen vorbereitet. Also meine Glückszahl. Meine Glückszahl in Glücksbärchiburg!!!!!!!

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16.07.2017 Muss ich mir Sorgen machen, wenn beim hart Rad fahren mir Weihnachtslieder durch den Kopf gehen?

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09.07.2017 Zwischenbilanz

Ein Vereinfreund meinte neulich, dass es sich ja so anhört, als ob ich echt viel trainieren würde. Nein, so ist es nicht. Ich versuche effektiv zu trainieren, aber meinen Pflichten als Arbeitnehmer, Mutter, Hausfrau und Ehefrau trotzdem nach zu kommen. Denn ansonsten hätte ich keine Spaß an meinem Projekt, wenn ich mich nur darauf konzentrieren würde.
Hier mal die Bilanz. Ich habe am 21.08.2016 angefangen mit dem Training und stehe bei
854 km laufen
1700 km Rad fahren
und 85 km schwimmen.

Und das ist nicht viel. Aber ich denke, dass Christian mein Training sehr gut im Griff hat. Denn gestern konnte ich 141 km in 5h weg radeln und war dann heute noch 30 km unter 3h laufen.

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02.07.2017  Was ziehe ich an?

Das ist wohl ein üblicher Satz bei Frauen. Naja, auch bei Männern? Auf jeden Fall kenne ich das Thema von Christian gut. Dabei ging es aber nicht ums Aussehen, sondern viel mehr um was bei welchem Wetter. Denn oft ist es das Problem, dass man morgens los radelt- es ist noch kalt. Und im Laufe des Tages wird es dann immer wärmer. Oder kann man bei 15°C schon kurz-kurz laufen? Also was zieht man da an? Nach 8 Jahren Training- in diesem Thema, kann Christian mir nun immer helfen. Egal wie warm oder kalt es ist- er weiß immer einen Rat, was am besten dann zu wählen ist.

Aber ich mache mir natürlich auch schon seit meinem Trainingsbeginn letzten August, Gedanken, was ich denn beim Rennen anziehe werde.

Noch in der Schwangerschaft habe ich mir einen Einteiler gekauft. Den gab es gerade von unserem Verein etwas preiswerter. Und als Motivation für das Training habe ich mir den gegönnt. Und es hängt immer noch das Preisschild dran :D. Klar könnte ich den anziehen, aber da steht noch der alte Verein drauf, Sponsoren, die es sicherlich gar nicht mehr gibt und und und. Also fällt der aus.

Zur Zeit bin ich auf dem Stand, dass ich mich nach jeder Einheit umziehe. Die Zeit sollte ich haben. Ich will ja nicht in 9h ankommen ;-). Da habe ich dann doch jeweils 5 Minuten zum Umziehen Zeit. Daher werde ich sicherlich mit Badeanzug und Neo starten, dann in ein Radoutfit schlüpfen und zum Schluss Laufhose und Shirt wählen.

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22.06.2017 Die 30

Ich habe die 30 erreicht. Nein, nicht das Alter meine ich- ich werde dieses Jahr 33. Aber ich bin das erste mal 30 km in meinem Leben gelaufen. Samstag früh bin ich gestartet und habe über Sildemow und Papendorf die ersten 20 km gesammelt, bevor ich zu hause die drei anderen abgeholt habe und wir im Barnstorfer Wald noch unsere Runde drehten. Und ich muss sagen- es war ein super Lauf. 2h52min. Als ich am nächsten Tag aus dem Bett aufstand, fragte mich Christian, was meine Beine machen würden- und ich meinte nur, dass alles ok wäre. Und da kam es zurück- dann warst du nicht schnell genug ;)

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11.06.2017 Bester Trainingspartner

Gestern stand wieder eine Radeinheit auf dem Plan. Und wie es so in Norddeutschland typisch ist, war es windig. Ich knurrte etwas kurz über “Wind” und “blöd” und so. Aber Christian sah mich nur grinsend an und meinte: “Freu dich”. Ich: “Warum?” “Weil er dein bester Freund ist. Dein bester Trainingspartner- er ist immer da. Du brauchst ihn nie anzurufen. Er kommt nie zu spät. Er bleibt die ganze Radeinheit bei dir. Er ist immer da.”
Das kann ja nur Sarkasmus nach 8 Jahren Profisport sein ;)
Aber ich habe auch noch andere tolle Trainingspartner. Christian hat in Rostock zur Zeit ein Paar Sporties, die er coacht. Und so musste ich am Freitag nicht alleine im See meine Runden ziehen, sondern war auch hier in guter Gesellschaft. Und ich muss sagen, es wird mit mir und dem Freiwasser besser. Ich freue mich.
Und am Samstag war da nicht nur mein Freund der Wind, sondern auch noch ein großer starker Mann, bei dem ich herrlich Windschatten fahren durfte. Und so schaffte ich 120 km in einem 30iger Schnitt.
Mein bester und treuster Trainingspartner ist natürlich Christian. Heute früh ist er mit mir auch um 6 Uhr aufgestand und dann um 7 Uhr los zu einem 2 stündigen Lauf. Und auch wenn es bei ihm am Ende auch etwas weh tat (wie schön- ich bin nicht allein), dann hat er aufmunternde Worte für mich oder unterhält mich, so dass ich das Training gut absolvieren kann. DANKE

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04.06.2017 Countdown läuft

Nun ist schon Juni und der OstseeMan nicht mehr weit. Ich freue mich schon riesig darauf. Aber werde nun auch bei dem Gedanken an das Rennen immer nervöser. Aber das ist ja normal.
Leider plagt mich seit ein Paar Tagen wieder eine Erkältung. Wie oft ich dieses Jahr schon kränkel? Keine Ahnung. Ob ich durch den Sport öfter krank bin, bzw. kränkel? Es ist ja nur nur Schnupfen und ein wenig Halsschmerzen. Oder ob es mir nur mehr auffällt, da ich dann im Training immer wieder Pausen einlegen muss? Naja.
In letzter Zeit hatte ich aber super Einheiten. Ob 4 h radeln und danach 15 km laufen. Oder letzten Donnertsag – Christi Himmelfahrt- gab es 30 mal 800 m mit 200 m Trabpause dazwischen. Christians Sportler Sven hatte dies auch auf dem Plan und so trafen wir uns im Barstorfer Wald zum Laufen. Christian und unsere beiden Kinder unterstützen uns. Sven lief natürlich brav die 30 mal 800. Ich habe nach 24 dann aufgehört. Aber um ehrlich zu sein, es ging mir super nach der Einheit. Vielleicht hätte ich doch noch 2 oder 4 ran hängen sollen.
Da ich diese Woche nicht so richtig trainieren konnte, nutzten wir die Zeit um Christians “altes” P4 für mich bereit zu machen. Das P4 wurde beim OstseeMan schon von Jo Spindler gefahren. Christian siegte beim OstseeMan 3 mal mit diesem P4. Nun “muss” es mit mir und meinem Tempo Vorlieb nehmen :D Also am Rad war dann etwas basteln angesagt. Sattelstütze rein- brauchten es zum Glück nicht kürzen. Schalthebel musste neu. Vorbau und Auflieger etwas gekürzt und auf der Rolle die Sitzposition eingestellt. So werde ich morgen mal testen, wie es draußen so läuft- ähh fährt.

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28.05.2017 Die Angst

Jetzt wird es auch in Norddeutschland warm und es ist Zeit mal im See schwimmen zu gehen. Südlich von Rostock gibt es den Papendorfer See, wo sich im Sommer Schwimmer, Flossenschwimmer, Triathleten und andere Sportler tummeln. Denn in dem See gibt es auf Grund des Orientierungstauchens eine abgestecke Strecke mit Bojen. Die größte Runde sind 400 m. Kleinere sind natürlich immer möglich.

Und so waren wir Montag abend noch am See. In meinen Neo passe ich dank des Sportes nun wieder gut rein. Aber kaum war ich im Wasser – stehend- kam die Angst vor dem Freiwasser. Der Puls ging hoch und ich wollte am Liebsten sofort wieder raus.

Ich mochte noch nie gerne Freiwasser schwimmen. Aber früher habe ich doch schon ein paar Runden im See gedreht, bin das Sundschwimmen mitgeschwommen und in diversen Seen bei Wettkämpfen gewesen. Also muss es doch gehen. Und so schwamm ich los. Nach 2 Zügen musste ich erst einmal Rücken schwimmen um vor Panik und Angst überhaupt Luft zu bekommen. Und nach 10 Zügen schwamm ich dann Brust- mit Kopf über Wasser- zurück. Das war echt blöd. So richtig weiß ich nicht, wovor ich Angst habe- aber sie ist da- und das ist echt eklig. An dem Tag schaffte ich es noch 2 mal ungefähr 25 m raus auf den See zu schwimmen und dann zurück.

Die nächsten zwei Tage habe ich dann “im Kopf schwimmen “geübt. Immer wenn ich Zeit hatte – am Tisch saß, Spüler ausgeräumt habe etc. habe ich mir bewusst vorgestellt, wie es sich anfühlt im See zu schwimmen- wie das Wasser aussieht- wie meine Hand unter mir im grünen Wasser verschwindet.  Krasser Weise ging auch hier mein Puls immer etwas hoch. Aber schon am Mittwoch habe ich es dann abends geschafft jeweils 3 Ründchen je 250 m zu schwimmen. Leider schaffe ich es noch nicht die Augen unter Wasser auf zu machen. Und der Puls war auch noch nicht auf “Schwimmhallenniveau”. Aber ich denke, mit weiterhin gutem Training, wird das immer besser.

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18.05.2017 Fokussiert bleiben und sich nicht ärgern

Es ist schon Wahnsinn, wenn ich daran denke, dass es sooooo viele Leute gibt, die über Jahre hinweg neben ihrer Arbeit viel trainieren. Ich muss mich derzeit echt auf mein Ziel fokussieren. Denn wenn die ganze Familie an einem super sonnigen Tag schon mal vor in den Garten geht, und ich aber Runden auf dem Rad drehen soll, dann ist das echt hart. Christian hatte mir nur eine sms geschrieben, dass er schon im Garten ist und ich sollte 1,5 h Rad fahren. Davon sollte ich 30 min lang wechseln zwischen 30 sec hart fahren und 30 sec locker. Er schlug  mir auch noch eine gute Strecke vor. Jedoch hatte er nicht bedacht, dass er dort oft am Vormittag war. Und ich nun kurz vor 17 Uhr. Da war deutlich mehr Verkehr als gedacht und so machte die Einheit dort wenig Spaß. Ich drehte also ab auf eine andere Strecke. Aber im Kopf hatte ich da bereits diese Einheit aufgegeben. Ich hatte einfach keinen Spass mehr und bin dann Richtung Garten gefahren. Und dabei stellte ich fest, dass ich mich über diese Einheit geärgert hatte. Was ja total Quatsch ist. Denn jede Einheit bringt mich ein Stück besser ins Ziel.

Also nur noch etwas über 2 Monate gut fokussiert bleiben und nicht ärgern über eine Einheit, die nicht so klappt, wie vorher vorgestellt.

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14.05.2017

Heute war in Rostock der Kinder Duathlon, bei dem unsere beiden Kinder gestartet sind. Und beim Treffen der vielen anderen Vereinskollegen habe ich mitbekommen, dass doch recht viele Leute meinen Blog lesen. Und da kam das schlechte Gewissen wieder, dass ich über drei Wochen nichts geschrieben habe. Dabei habe ich zahlreiche Ideen im Kopf. Aber meistens sitze ich da auf dem Rad und kann nicht schreiben. Und am Abend, wenn man die kleinen süßen Rumpel im Bett versteckt hat, denke ich doch oft gar nicht mehr daran, was ich alles so schreiben wollte.

Nach dem Halbmarathon war ich die ganze Woche sehr faul- meine beiden Jungs hatten Geburtstag. Und da habe ich lieber Torte gebacken, als dass ich trainiert habe. Und so war ich dann erst am Sonntag laufen. Und das tat echt weh. Ich wollte ja nicht auf Christian hören, der meinte, dass ein bis zwei ruhige Radfahr- Einheiten doch für die Beine ganz gut gewesen wären.
Aber seit dem geht es echt gut mit dem Training. Ich habe bereits zwei lange Radeinheiten absolviert ( einmal 3h und letzten Samstag 4 h) mit anschließendem 10 km Lauf.

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24.04.20217 Darßer Halbmarathon

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18.04.2017 Kilometer sammeln

“Kilometer sammeln”. Mit diesem Spruch schickt mich Christian nun oft aufs Rad, denn zusätzlich zu den harten und kurzen Einheiten muss dies nun auch sein. So machte ich mich letzten Samstag auf von Rostock nach Stralsund (zur Familien-Oster-Feier) zu fahren. Früher war es immer umgekehrt. Christian fuhr mit dem Rad los und ich eine Stunde später mit dem Auto. Nun so rum. Er kümmert sich um das Packen und Kinder betüddeln und schickt mich los.
Diesen Samstag war Westwind- naja es war Sturm. Windstärke 6 bis 7 und in Spitzen bis 8. Naja Richtung Osten zu fahren war da schon vorteilhaft :D. So radelte ich los und Christian wollte rund eine Stunde später los fahren. Er meinte, er würde die gleichen kleinen Strecken fahren (und nicht Autobahn) um mich im Zweifelsfalle einsammeln zu können. Und so fuhr ich hoch motiviert los, mich ja nicht vom “Catcher Car” fangen zu lassen. Der Wind rüttelt arg an mir. Aber auf den meisten Strecken hatte ich super Rückenwind, so dass ich meistens zwischen 37 und 42 km/h  fahren konnte. Das war schon stark. Aber der Gedanke, dass die Profis (oder auch damals Christian) in einem Rennen ohne Wind auf 180 km solch eine Geschwindigkeit durchtreten können- das ist schon echt krass.
Ich ließ mich aber pusten und versuchte trotzdem immer Druck auf den Pedalen zu haben. Außerdem musste ich mich auch beeilen, denn es zogen kräftige Schauer durch. Die konnte ich von hinten immer ran rücken sehen, aber bis auf ein paar kleine Tropfen blieb ich zum Glück verschont. In Richtenberg hatte mich Christian dann eingeholt und da mir alles weh tat und ich k.o. war, wollte ich mich auch gerne einladen lassen. Aber ich durfte nicht :(. Christian meinte nur: ” Du bist nicht nass gworden? Dannn schaffst du die letzten 21 km auch noch”. Da habe ich ihn natürlich erst einmal verflucht. Bin aber ganz artig auf Rad gestiegen und es ging weiter. Dann wurde der Radweg auch noch holperig und arg schlecht, so dass es noch schwerer wurde. Auch hatte ich leider keinen vollen Rückenwind mehr. Und die nächste schwarze Wolke kam bedrohlilch schnell nah heran. Da kann man sich sicherlich vorstellen, wie sehr ich Christian verflucht habe. Ein Dorf weiter am Radweg wunderte ich mich, wer da mir so halb im Weg stand. Und da stand Christian mit den Kindern und feuerten mich für die letzten 10  km an. Das war echt super. Hinterher meinte Christian, dass er die große dunkle Wolke im Rückspiegel gesehen hatte, und dort lieber gewartet hatte, falls ich nun auf den letzten Kilometern noch richtig nass werden würde. Das wollte er mir dann nicht antun. Das hat mich super gefreut. Und natürlich noch mehr, als ich glücklich, trocken und gut k.o. in Stralsund ankam.
Nächsten Samstag steht dies wieder auf dem Program und Sonntag dann der Halbmarathon auf dem Darß.

 

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11.04.2017 Kurvenmuddi und Affe auf Schleifstein

Gestern waren Christian und ich am späten nachmittag noch etwas über eine Stunde radeln. Und dabei fiel mir auf, dass ich eine Kurvenmuddi bin und Christian meinte, ich sei ein Affe auf dem Schleifstein. Es ist nun fast 9 Jahre her, dass ich viel Rennrad gefahren bin. Seither bin ich nur mit dem Stadtrad zur Arbeit oder mal kurz durch die Stadt geradelt. Aber nun wieder zurück auf meinem Rennrad (was die ganze Zeit tapfer alleine im Keller stand) fällt gerade das Kurven fahren mir doch schwerer als früher. Das ist sicher Übung, meint Christian und sagte, dass ich doch immer an seinem Hinterrad bleiben solle, damit ich die “perfekte Linie” für die Kurve schon hätte. Und nach jeder Kurve war er dann doch immer zig Meter voraus- da ich wieder einmal gebremst hatte. Aber bei dem Sturm gestern und nach den Abfahrten mit rund 35 km/h fällt mir das Kurven fahren noch schwer. Aber schon nach der zweiten Runde waren ein paar Kurven dabei, die sich nun besser fuhren. Also weiter üben und üben und keine Angst haben. Wobei ich manchmal glaube, dass ich nun mehr Angst als früher habe. Nicht vordergründig, aber irgendwie in mir drinnen. Und Christian erzählte neulich, dass es ihm auch so ginge. Er hätte die letzten beiden Jahre beim Ostseeman die Kurven nur noch zu 95% hart fahren können. Warum die 100% nicht mehr gingen? Keine Ahnung. Vielleicht fehlt einem irgendwann der “jugendliche Leitsinn”.
Nun zurück zum Radeln. Mein Rennrad kaufte ich mir damals im Studium- wenig Geld und keine Zeit zum Warten. Daher habe ich mir damals wohl ein etwas zu großes Rad gekauft – es war damals im Angebot :D. Früher fiel uns das nicht so auf. Aber nachdem Christian sich nun in den letzten 8 bis 9 Jahren ausgiebig mit dem Radeln beschäftigt hatte, fiel er beim Radfahren gestern fast in Ohnmacht, wie schlecht ich doch auf dem Rad sitzen würde- eine Affe auf dem Schleifstein. Da müssten wir nun unbedingt etwas dran machen.
Und obwohl ich Christian gestern bei der kruzen, aber harten Radeinheit immer wieder beschimpft habe, den Wind angeschriehen habe und bei einigen Kurven das zittern bekam- hinterher war ich natürlich wieder einmal sehr glücklich über die Einheit.

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04.04.2017 Radfahren

Jetzt fängt auch in Nord-Deutschland der Frühling an und ich muss mich vom Rolle fahren verabschieden. Das war bisher immer so schön einfach. Knapp eine Stunde Rolle fahren. Gleichzeitig auf die Kinder aufpassen und nebenbei Musik hören und im Nu war die Einheit  vorbei. Jetzt ist leider Schluss damit. Nun muss auch ich anfangen Kilometer zu sammeln. So war ich bereits bei schönstem Frühlingswetter, das dieses Jahr enorm warm ausfällt, schon einge male radeln. Und nach einer Stunde auf dem Rad fängt es am Rücken an zu zwicken oder die Füße schlafen mir ein. Das Problem mit den Füßen beheben wir zur Zeit, da wir die Klicks dafür einfach ummontieren um für mich die beste Position zu finden. So ging es meinem rechten Fuß letzten Freitag auf den 50 km auch sehr gut. Nur der linke Fuß war noch nicht ganz zu frieden. Das Problem des Rückens sind dann doch eher die fehlenden Muskeln bzw. die noch nicht so gut trainierten. Also daher noch etwas mehr Atheltik und viel Radfahren- so meint Christian das auf jeden Fall.
Weiterhin muss ich dann auch noch Kurven fahren üben. Da fühle ich mich zur Zeit wie eine “Kurvenmuddi”. Aber ich weiß das schon von früher- viel üben hilft. Wer den Papendorfer- Triathlon kennt, der weiß, dass die Radstrecke nicht nur einige Höhenmeter hat, sondern auch ein paar schöne Kurven. Und auf dieser 5 km Runde drehe ich nun öfter nach der Arbeit meine Runden um die “Angst” vor den Kurven mir zu nehmen. Denn wer bremst- der verliert ;)

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26.03.2017 Es ist schön mit seinem Trainer verheiratet zu sein.

Letzten Freitag waren wir zusammen 10 km laufen. Es war ein schneller Lauf. Und irgendwann kam ich an den Punkt, dass ich nur stoisch auf seine Schuhe starrte und hinter ihm versuchte das Tempo weiter zu halten. Und auf einmal zeigte sein Finger nach unten- ach eine große Wurzel. Sehr praktisch einen erfahrenen Läufer vor sich zu haben, der bei Gefahr den anderen, der nicht mehr ganz klar denken kann :),  aufmerksam auf Unebenheiten macht.
Wenig später meinte er dann: “Aber wir laufen noch da und da lang”. Ach das hatte ich schon wieder längst vergessen. Und hätte er mir das nicht rechtzeitig gesagt, hätte ich an der Kreuzuung, wo wir noch rechts lang mussten und ich längst auf links und nach Hause einprogrammiert war, es sicher nicht mehr geschafft mental das Tempo so durch zu halten.
Gestern waren wir morgens zusammen einen langen Lauf machen. Die Sonne stieg immer höher und die Vögel zwitscherten. Und Christian fing ab km 12 an, mir zu erklären, wie die einzelnen Wurzeln auf dem Weg heißen. Da war Herbert und Fritz, dann kam Eckbert und und und. Sollte ich mir Sorgen machen? Nein, denn ich kenne ihn sehr gut. Er hat nur ab und an versucht mich in monotonen Momenten aufzuheitern. Und das hat super geklappt. So waren wir 18,6 km laufen.
Es ist insgesamt sehr schön nun sso viel mit ihm zu trainieren. Da wir somit auch viel Zeit miteinander verbringen und trotzdem zum Training kommen. Außerdem macht er mir immer Mut, wenn ich mal den Fokus auf mein großes Ziel verliere. Aber auf der anderen Seite poasst er sehr auf, mich nicht zu doll zu  puschen. Damit ich nicht die Lust auf Sport verliere. Das ist eine sehr schöne Mischung. Es ist sehr schön mit seinem Trainer verheiratet zu sein.

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17.03.2017

Ich habe mich angemeldet. :D

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06.03.2017 Wo ist der Riese?

Das starke Gefühl, welches ich nach dem Zuschauen einer Langstrecke hatte- dass ich Berge versetzen könne-, ist nun leider nach einem halben Jahr fast komplett weg. Und somit ist das Training ab und an echt zäh. Ich bewundere die Leute, die sich über Jahre hinweg “das antun”, trotz Job und Familie. Ich werde aber die Zähne zusammen beißen und bis August versuchen meine Freizeit nur mit Sport zu füllen. Christian hat auch schon angekündigt, dass das Training so nun nicht mehr reicht und es bald längere Einheiten geben wird. Dabei würde ich doch am Wochenende lieber in den Garten gehen, als mit dem Rad meine Runden zu drehen. Aber so schlimm wird es hoffenltich nicht- meistens gibts auch das was zu endecken und zu erleben. Heute war das Training wieder echt zäh. Schon beim Los-laufen wollten die Beine eigentlich gar nicht. Zum Glück war Christian mit dabei und motivierte mich. Nach 3 km Einlaufen gab es Bergan-Läufe. Und nach den ersten 3 wollte ich schon aufgeben- durfte aber nicht ;) Und ab da habe ich mich motiviert, indem ich mir am Bergende mein Sofa vorgestellt habe und wie ich dort mit einem Hechtsprung drauf hüpfe. Es ging erstaunlich besser diesen blöden Berg hoch mit diesen Gedanken.
Nun sitze ich auf meienm Sofa und schreibe und bin sehr glücklich, dass ich das Training heute wieder gut geschafft habe.

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21.02.2017

Eigentlich wollte ich mich für den OstseeMan im Januar anmelden. Wer mal in die Startliste gesehen hat- ich stehe noch nicht drin- ich habe mich noch nicht angemeldet. Das lag daran, dass ich nach der Faulenzer-Weihnachtszeit erst einmal wieder ordentlich trainieren wollte, damit ich bei der Anmeldung mich dann auch gut fühle und mir klar bin, dass ich das ganze auch gut schaffen werde. Und so wurde Februar und ich mal wieder krank. Zwei Tage Schnupfen und Bett und danach ging es mir schon wieder gut- wie so oft meine Erkältungen ablaufen. Da es draußen Minusgrade waren, war ich dann auch noch nicht laufen. Ich wollte den Schnupfen wirklich hinter mich bringen und habe daher gar keinen Sport gemacht. 5 Tage später lag ich dann mit Fieber richtig flach. Arg. Jetzt gehts zum Glück schon wieder deutlich bergauf. Aber Training lasse ich noch sein. Und so habe ich mal wieder keine Motivation mich beim OstseeMan anzumelden.

Christian meinte gestern zu mir, dass es ihm früher auch immer so gegangen ist. Er wollte sich eigentlich am liebsten erst irgendwo anmelden, wenn er das Gefühl hatte, dass seine Form stimme. Ich hatte damals immer “gemault” und gemeint, man müsse sich rectzeitig anmelden. Und nun dümpel ich genauso vor mich hin.

Da nun der Frühling wirklich zu kommen scheint, hoffe ich, dass die doofen Erkältungsmonster nun fern bleiben und ich mich bald in die Startliste schreiben werde. Bestimmt! :D

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05.02.2017 Rolle fahren

Neulich habe ich mit einem Vereinsmitglied mich über Training und speziell Rollentraining unterhalten. Er erzählte, dass er am Anfang meistens Facebook durchstöbert und später dann Play- Station spielt. Freitag war ich selber wieder auf der Rolle. Und ich schaffe es gerade mal so beim Einrollen etwas Candy Crash zu spielen. Denn wenn ich Rolle fahre, dann nur hart. Also kurz einfahren- 10 min. Und ab da könnte ich nicht mal ansatzweise irgend etwas spielen. Christian sagt auch, es bringt gar nichts 2 h im Winter Rolle zu fahren und irgend etwas nebenbei zu machen. Er ist der Meinung, nur ein hartes Rollentraining ist eine sinnvolle Trainingseinheit- alles andere ist Zeitverschwendung. Und so fahre ich nach seinen Plänen 1 bis 2 Minuten Intervalle.

Ich baue die Rolle meistens im Kinderzimmer auf. So bin ich bei den Kindern und kann in Ruhe trainieren. Und die beiden wissen nun auch gut, wenn ich den Kopf unten habe, dann kann ich nicht antworten- bzw. höre nicht, was sie sagen. So haben sie sich angewöhnt mich mit Klatschen und “Mama du bist super” Rufen in den Intervallen anzufeuern, denn in der Minute ruhig fahren, habe ich dann wieder Lust und Zeit mit ihnen zu quasseln. Und so gehen meine 45 bis 50 min auch immer ganz schnell vorbei.

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29.01.2017 Motivation II

Früher habe ich Christian immer gefragt, wie er sich bei dem vielen harten Training motivieren kann. Und er erzählte davon, dass er sich oft den Zieleinlauf des OstseeMans vorstelle. Seit dem ich mich nun für mein Vorhaben “OstseeMan” motivieren muss/möchte, denke ich auch gerner an die volle Promenade und wie es sich vielleicht dann anfühlen wird, dort zu laufen. Und ich muss sagen, dass hilft mir enorm bei harten Einheiten. Gerne denke ich auch an den ersten Song morgens, wenn Andy Kaufmann und sein Team anfängt zu moderieren und die ganze Traithlongesellschaft zu begrüßen. Da läuft nämlich meistens aus König der Löwen “Und im ewigen Kreis”. Bei meinem ersten Halbmarathon habe ich dies auch gesungen, als meine Beine am schwersten waren. Und es hat mir echt geholfen. Auch meine Kinder wissen mich zu motivieren. So fuhr meine Tochter neulich vor mir bei harten Tempo- Einheiten und rief dann nach hinten: Denk an dein Feuerwerk. Und ja- da kam wieder Kraft auf. Denn beim OstseeMan 2016 stand ich abends und sah mir das Feuerwerk an und dachte: Einmal willst du das selber für dich erarbeiten.

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21.01.2017 Gewürzquark

Christian hatte früher ab und an in Rennen, aber auch im Training mit seiner Ernährung zu kämpfen. Und auch von anderen Sportlern und Hobbysportlern kenne ich bereits das Thema- voller Bauch. Und so war ich heute vormittag echt gespannt, wie es mir ergehen würde, da ich direkt nach dem Frühstück zu einem 10 km Läufchen aufgebrochen bin. Und es ging mir erstaunlich gut- vielleicht hatte ich ja das “richtige” gegessen. Zur Zeit essen wir gerne Eier zum Frühstück, da man danach nicht so schnell wieder hungrig wird. Außerdem mache ich öfter Gewürzquark zum Frühstück. Das klingt erst einmal etwas- naja. So ging es mir auch das erste Mal. Aber jetzt bin ich totaler Fan davon. In eine Schüssel kommt etwas Speiseöl. Dazu am besten frischen sehr klein geschnittenen Ingwer. Und Achtung- der muss wirklich klein geschnitten sein. Dazu kommt dann etwas Kurkuma und Zimt. Neulich habe ich frischen Kurkuma gekauft. Und beim Schneiden nicht darauf geachtet mir Handschuhe an zu ziehen. Und dann habe ich mich später gewundert, warum meine Finger so krass gelb sind und es auch nicht weg geht. Zurück zum Quark- nun kommt Quark rein, ein Löffel Marmelade- gerne eine mit Stückchen. Zur Zeit ist es bei uns Sauerkirschmarmelade. Und zum Schluss noch eine Handvoll Müsli. Dann einmal gut rühren und genießen. Ich stelle immer wieder fest, dass ich nach so einem Quark (Quarkanteil max 125 g), nicht so schnell hungrig werde. Ob im Büro oder auch draußen beim Läufchen. Und heute stellte ich nun fest, dass er auch nicht schwer im Magen lag.

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15. Januar 2017 – Gesundes neues Jahr

Ich wollte nicht einen Blogg schreiben, bevor ich wieder ordentlich mit dem Training begonnen habe. Über Weihnachten war ich sehr sehr faul. Aber ohne schlechtes Gewissen. Irgendwie bin ich mir schon seit dem Sommer sicher, dass ich den OstseeMan schaffen kann. Nur in welcher Form und wie dunkel es am Ende sein wird, das hängt nun vom Training ab. Ich finde es echt schwer, neben dem Beruf und den allgemeinen Tages- To-Do Punkten mich mit einem geregelten Training zu motivieren. Es ist zur Zeit eher so, dass ich sage- ok heute muss wieder eine Einheit ran. Christian, was soll ich wie und wie lang machen? Und das klappt bisher sehr gut. So habe ich nun wieder die letzten zwei Wochen ein regelmäßiges Training absolviert. Das heißt 3 mal in der Woche und 2 Mal am Wochenende. Zur Zeit sind es zwei Laufeinheiten, wobei Montags immer etwas schnelles, wie zum Beispiel 10 * Berg hoch Lauf ansteht. Dann schcaffe ich es auch ein Mal auf die Rolle und zwei mal ins Wasser.

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04.12.2016 Motivation

Als ich mir im August vorgenommen hatte 2017 am Ostseeman teil zu nehmen, war ich sowohl für das Training als auch für das Blog-Schreiben hoch motiviert. Aber wie ihr seht- der letzte Blog ist aus dem Vormonat. Zum Glück das letzte Training nicht ;). An Ideen für den Blog fehlt es mir eigentlich nicht. Aber irgendwie nehme ich mir fürs Schreiben wenig Zeit. Da fehlt mir doch oft die Motivation dafür.
Fürs Training muss ich mich zu dieser grauen Jahreszeit doch auch schon sehr motivieren. Das Laufen geht ziemlich gut, da es dafür recht wenig Aufwand bedarf. Aber beim Rad- und Schwimmtraining war ich doch in den letzten 2 Wochen recht schlampig. In diesem Sinne werde ich mal meinen Schwimmrucksack packen und nachher in die Halle fahren.

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08.11.2016 Schneckenlauf

Am Samstag fand in Graal Müritz der alljährliche Schneckenlauf statt. Christian war dort schon oft am Start. Aber ich war bisher noch nie mit gekommen. Und nun bin ich dieses Jahr selber an den Start gegangen. Trotz Regen und kalter Temperaturen waren viele Läufer am Start. Es ging durch den Küstenwald und durch den Rhododendron-Park der Stadt. Das war sehr schön und im Frühling werde ich zur Blütezeit des Rhododendron dann noch einmal nach Graal Müritz fahren. Christian hat mich für die 10 km “angemeldet”. Und im Ziel konnte ich es kaum fassen, dass ich die Strecke unter 50 min gelaufen bin. Christian ist stolz auf sich und auf mich. Dass nach gut 3 Monaten Training und mit nicht einmal 6 h Training pro Woche ich solch eine Zeit laufen kann.

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30.10.2016 Halbmarathon

Nun muss ich schon fest stellen, dass es schon wieder über eine Woche her ist, dass ich einen Blog geschrieben habe. Neben Arbeit, Kindern und Training bleibt dann doch immer wenig Zeit. Aber nun will ich vom letzten Samstag erzählen. Da fand der Rügenbrückenlauf statt, bei dem es viele unterschiedliche Strecken gibt, von 6 km bis zum Marathon. Und bei dem Lauf geht es über die neue Rügenbrücke von Stralsund nach Rügen. Dieses Jahr wollte ich nun den Halbmarathon mit laufen. Und mein „kleiner“ Bruder wollte mit mir zusammen laufen. Nun war die Woche vorher so schlechtes Wetter und ich wollte auf Grund des Wetters fast gar nicht mit laufen. Aber mein Bruder überredete mich. Und so liefen wir am Samstag bei Nieselregen, aber mit ganz viel guter Laune und in einem sehr moderaten Tempo los. Auf den ersten Kilometern waren wir irgendwie nur am Singen und hatten viele lustige Sprüche auf Lager.  Und so waren wir bis ca. km 15 bei sehr guter Laune. Kurz bevor es von der Insel Rügen wieder auf die Brücke ging (zurück über die alte Ziegelgrabenbrücke) wurden die Beine dann sehr schwer. Christian hatte mir bei gebracht, wenn die Beine schwer werden und der Trott des Laufens anstrengend wird, dann muss man das Tempo ändern. Also erhöhte ich das Tempo. So war das Laufen dann wieder für die Beine leichter. Aber insgesamt war das Laufen natürlich anstrengender. Aber wir überholten ständig Leute. Und das machte auch Spaß. Und so kamen wir dann im Ziel nach 1:59:48 an. Christian hatte vorher gesagt, dass ich unter 2 h laufen könne. Da hat er als mein Trainer das ganz schön gut einschätzen können. Die nächsten zwei Tage taten mir ganz schön die Beine weh. Erst recht beim Treppen runter gehen. Ob die Idee Ostseeman wirklich gut ist? Danach tut einem sicherlich noch mehr weh. Und länger :D

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19.10.2016 Dummheit tut weh.

Oder sollte ich lieber mich fragen, ob Faulheit weh tut? Letzten Freitag war ich nach der Arbeit Laufen und Christian hatte mir 8 km Steigerungslauf aufgeschrieben. Und so fing ich an jeden Kilometer die Schnelligkeit zu erhöhen. Nach km 3 verfing sich mein rechter Schuh im linken Schnürsenkel. Aber zum Glück nur kurz und so kam ich nur etwas ins Stolpern und konnte fröhlich weiter laufen. Der linke Schnürsenkel war ja immerhin noch eine Schlaufe und nicht ganz auf. Und da es gerade so schön lief und ich auch nicht die winzigste Pause zum ordentlichen Zumachen der Schuhe einlegen wollte, ließ ich den Schnürsenkel Schnürsenkel sein. Aber es dauerte keine 500 m, da kam ich schon wieder ins Straucheln. Ich dachte noch: Ach nur gestolpert. Da war ich schon mit Schwung auf dem Schotterweg gelandet. Na toll. Und so band ich mir dann mit blutigen Händen die Schnürsenkel ordentlich zu und lief mit schlechter Laune nach Hause.  Faulheit/ Dummheit tut echt weh.

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06.10.2016 Der Schweinehund und die Freiheit

Nun ist Anfang Oktober und schon ist der kleine miese Schweinehund da.

Einmal die Woche nach der Arbeit bringe ich meinen Sohn zur Ergotherapie. Und seit meinem Ostseeman-Vorhaben habe ich angefangen, die Zeit dort nicht einfach zu “vergammeln”, sondern in den rund 40 min einfach laufen zu gehen. Das ist effektive Zeitersparnis – 10 min hin laufen, Sohn zur Ergo bringen, dann ca . 30  min laufen, Sohnemann abholen und 10 min nach Hause laufen (er fährt Rad). Aber nun geht es schon bei mir los, dass ich die letzte halbe Stunde im Büro raus schaue und mir “Ausreden” einfallen lasse, warum ich heute doch nicht laufen gehen sollte und dort lieber die Zeit rum sitzen würde. Aber zum Glück habe meinen Schweinehund bisher immer wieder in den Griff bekommen.

Zur Zeit ist der Samstag bei mir Radel-Tag. Und auch hier kommt der Schweinehund jedes Mal und ruft: Geh nicht-ist anstrengend; kalt; du musst einkaufen; du willst doch lieber mit den Kindern basteln und und und. Aber wenn ich dann auf dem Rad sitze, ist es einfach nur herrlich. Radfahren bedeutet für mich Freiheit. Und der Herbst ist so schön und hat so wundervolle Farben. Der Himmel in grau, blau und weiß, aber auch teilweise etwas schwarz oder durch die Sonne rotgold; die Windräder in weiß vor dunklem Himmel; gemähte grüne Wiesen mit Strohballen; gepflückte Äcker mit ihrem dunklen Braun; und dann fängt jetzt noch die Verfärbung der Blätter an den Bäumen an- von rot und orange über gelb bis fast golden. Und selber fährt man über die Straßen und kann all dies genießen.

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01.10.2016 Beim Lauftraining denke ich immer an mein Ziel, was ich erreichen möchte- den Ostseeman. Beim Radtraining denke ich immer daran, was ich zu hause dann kochen und backen und dann essen kann. :D

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14.09.2016 Heute war ich das erste Mal schwimmen. Seit- ähm- ich weiß nicht, wie vielen Jahren. Irgendetwas bei 7 bis 8 Jahren. Nach der Geburt meiner Tochter (vor fast 8 Jahren), war ich ab und an noch mal schwimmen. Und in den letzten Jahren war ich „regelmäßig“ schwimmen- nämlich 2-mal im Jahr. Und dann waren es immer rund 500 m. Oder weniger.

Nun ist die Schwimmhalle nach der Sommerpause wieder auf und Christian hat mir ein Programm geschrieben. 8*50, 8*50, 8*50 und so weiter. Vorher habe ich gesagt, dass ich das bestimmt nicht schaffen werde. Es waren auch 2 Technik Übungen dabei, die er neulich von Brett Sutton erklärt bekommen hatte.

Nach 40 Minuten im Becken dachte ich nur, ich will nach Hause. Mir tun die Arme weh. Aber ich bin fleißig weiter geschwommen und dachte mir nur, wenn ich mir den Aufwand schon mache, abends noch einmal los zu fahren, wenn die Kinder gerade ins Bett gebracht worden sind, dann kann ich auch die restlichen Minuten noch sinnvoll fürs Training nutzten.

Und so kletterte ich nach etwas über 50 Minuten aus dem Becken und war doch tatsächlich 1,6 km schwimmen gewesen. Nun bin ich ganz stolz auf mich.

Und beim nach Hause fahren dachte ich mir nur- die Ärzte verschreiben einem Ibuprofen und hauen einem Strom in den Rücken. Heute im Büro tat mein Rücken immer noch weh- es war möglich zuarbeiten, aber er tat weh. Und die Schultern verspannten sich auch. Aber beim Schwimmen war gerade nichts. Vielleicht sollten die Ärzte mal mehr Sport verschreiben.

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19.09.2016 Schmerzen

Ich fühle mich etwas ausgebremst. Dienstagnachmittag im Büro fing mein Rücken an zu schmerzen. Wer den ganzen Tag vor dem PC sitzt, kennt das vielleicht auch. Und in den letzten Jahren habe ich dann immer zu Hause auch mal eine fleißige Athletik-Einheit gemacht. Damit der Rücken die viele Sitzarbeit auch aushält. Dienstag nach Feierabend war ich mit den Kindern noch unterwegs. Zum Garten kurz hin gejoggt . Klar Schmerzen waren da. Aber es war überschaubar. Aber normaler Weise habe ich eher im oberen Rücken Probleme. Nun ist es aber der untere Rücken. Mittwoch hatte ich mir dann ins Büro meine Wärmflasche mit genommen. Und bekam auch von meinen Kollegen fleißig Ratschläge. Denn ich habe vier Kollegen mit schon durchgestandenen Bandscheibenvorfällen. Und ich wurde etwas geneckt- erstens mache ich ja bereits etwas Sport und zweites bin ich mit meinen 32 Jahren auch die jüngste. Alle anderen hatten erst etwas später ihre Probleme. Und so freuten sich viele, dass auch ich mit so einem Sch…. zu kämpfen habe. Den ganzen Tag hatte ich beim Sitzen so meine liebe Not. Da war es hilfreich, dass ich an dem Tag Ordner fertig machen konnte und vorne am Falttisch und Schneidebrett stehen konnte. Denn gehen und stehen war nicht so schmerzhaft. Abends versuchte ich den Rücken noch mit einem heißen Bad zu besänftigen. Und meine lieben Kinder haben mir auch fleißig den Rücken massiert- da Christian gerade nicht da war. Donnerstag früh also wieder Büro mit Wärmflasche. Aber diesmal saß ich nur am PC und es wurde immer schlimmer. Ich konnte nicht einmal den Kopf etwas senken um auf meinen Taschenrechner zu schauen. Und so musste ich nach 2h aufgeben und den Weg zum Arzt antreten. Dort bekam ich dann Strom auf die scheinbar arg verspannte Muskulatur und fiese kleine Spritzen. Und heute habe ich mir wieder Strom durch den Rücken jagen und piksen lassen. Und nun kann ich sogar den Kopf schon wieder senken. Es ist noch nicht ganz weg. Aber die Schmerzen lassen zum Glück deutlich nach.

Es ist schon spannend. Bei meinem Ziel – das erste Wochenende im August- geht es ja um nichts. Aber im Kopf sagt schon eine Stimme: „oje, jetzt hast du eine Woche schon verpasst“. Morgen ist mein Trainermann wieder da, und der wird mir dann sicher erstens den Kopf wieder richtig einnorden und mir auch genau sagen, wann und wie ich wieder ins Training einsteigen kann.

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04.09.2016 Tempo-Einheiten

Beim Laufen Tempo-Einheiten einzubauen, kann teilweise sehr einfach sein. Dazu sollte man einfach mal mit seinen Kindern laufen gehen. Also Kinder rauf aufs Rad und selbst die Laufschuhe an und los geht’s.

Bei uns ist es so: Die Große ist oft mit Christian zusammen unterwegs gewesen. Und da sie nun fast auch 8 Jahre alt ist- fährt sie daher gut, lange und auch zügig Fahrrad. Unser Kleiner ist nun 6 ½ Jahre alt und hat diesen Frühling Fahrrad fahren gelernt- er ist in solchen Sachen nicht ganz so fix wie seine Schwester. Und er fährt auf seinem Puky auch recht solide. Es ist fast mein Tempo- bergab ist er dann aber doch deutlich schneller. Aber er schaut sich so gern die Welt an. Und da bin ich dann nur dabei verbal ihn zu korrigieren oder rann zu sprinten.

Eine ganz normale Einheit sieht also so aus:
Vorne weg die Große. Manchmal deutlich weit weg. Ok- sie kennt den Weg und achtet auf Straßen und Leute und Hunde und und und. Aber sie redet mit mir- fast die ganze Zeit. Klar- Kopf immer nach vorn und in einer Lautstärke, wie normal am Frühstückstisch. Also verstehe ich gar nichts. Denn hier könnte sie ja jetzt mal so laut sein, wie sonst auch oftmals im Kinderzimmer.
Danach kommt der kleine mit seinem Puky. Eiert mal links oder rechts. Ich rufe nur ständig: „Weiter rechts fahren- so ist es gut“. „Pass auf die Frau vorne auf“ „Achtung ein Laternenpfahl“. Und vieles mehr. Zwischendurch muss ich an ihn ran spurten, denn er achtet natürlich nicht auf alles und da greife ich doch lieber ein. Und er versucht mir, während die Große vorne gleichzeitig redet, auch irgendetwas zu erklären. In Frühstückstischlautstärke natürlich. Neben mir die Straße, oder unter mir raschelnde Blätter oder halt der Wind in den Ohren. Also reden, hören, antworten, schnell mal ran laufen, stoppen, Nase putzen, wieder los laufen, Fragen beantworten, drauf hinweisen, dass ich nichts verstehe, oder dass wir reden können, wenn wir wieder zu Hause sind, oder wenn der Kleine sich doch mal gegen einen Laternenmast wickelt- schnell trösten, motivieren und weiter geht’s.

Aber ich kann euch sagen- es ist immer schön. Und hinterher wenn ich kaputt bin- sind die beiden es auch und spielen ruhig und freundschaftlich zusammen im Kinderzimmer.

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24.08.2016 Von Null auf Hundert ?

Ist es ein von 0 auf 100 in 365 Tagen? Ich finde es ist auf jeden Fall nicht von 0 an. Als Christian und ich uns kennen lernten war ich von Hause aus viel mit dem Rad unterwegs und auch ab und an schwimmen. Als Stralsunder muss man halt auch mal beim Sundschwimmen mitgemacht haben. Daher hatte ich schon damals ein Paar Bahnen wöchentlich gezogen. Christian war in der Zeit sehr viel Laufen. Und so machen wir alle 3 Sportarten eben zusammen. Bis ein Freund von Christians Familie meinte- da wäre so ein Triathlon bei Rostock. Ob wir da mit machen wollten. Und so gingen wir 2004 in Papendorf an den Start zum Jedermann Triathlon. Und danach hat uns beide das Triathlon-Fieber erwischt. Dann folgten Jahre im Triathlonverein in Rostock mit Sprintwettkämpfen und auch auf der olympischen Distanz war ich unterwegs. 2008 wollte ich dann meinen ersten Halbmarathon auf dem Darß laufen, damit ich dann auch wie Christian auf die längere Strecke wechseln kann. Aber im Frühjahr 2008 kündigte sich meine ca. 9 Jährige Sportpause an – unsere beiden Kinder. Und neben Job, zwei Kindern und einem Leistungssportler war ich bisher nicht wirklich motiviert wieder Sport zu treiben. Klar war ich ab und an laufen- also fast regelmäßig – 3 mal im Jahr. Oder ich bin den Kindern hinterher geflitzt, als sie Radfahren lernten.  Oder ich habe ab und an aus Vernunft abends beim Athletik mehr schlecht als recht mit gemacht und meinen Mama-Bauch etwas zu schönen. Aber Sport konnte man das nicht so wirklich nennen. Und auf einmal – wo Christian sagt, er hat mehr Zeit und schaufelt mir Zeit frei, so dass ich sportlen kann, da hat es mich wieder erwischt. Ich hoffe es hält noch weiter an.

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15.08.2016 Alles Kopfsache?

Nun ist mein Mann kein Leistungssportler mehr und ich habe die „Erlaubnis“ krank zu werden. Es ist kein weiteres Rennen und kein Training mehr für ihn geplant- und promt wurde ich 3 Tage nach dem Ostseeman krank. Schöner Schnupfen. Halsschmerzen. Und diesmal macht es mir gar nichts aus. Denn ich darf krank sein. Ist es denn eine Kopfsache, wann man krank wird und wann nicht? Die letzten 2 Monate vor so einem wichtigen Rennen wie der Ostseeman „dürfen“ Frau und Kinder gar nicht krank werden. Und da wurden wir auch nicht krank. Vielleicht spielt der Wille und der Kopf bei solchen Sachen auch mit. Ist schon komisch.

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09.08.2016 JA

Wer schon einmal bei einer Langdistanz als Zuschauer oder Helfer an der Strecke stand, der wird es vielleicht kennen. Die Tage danach fühlt man sich, als könne man Bäume ausreißen und Berge versetzen. Vielleicht ist man den Tag danach körperlich k.o. Aber mental- da fühlt man sich wie ein Riese. Christian ist seit Montag Hobby-Sportler und dadurch würden wir ja im nächsten August nicht zum OstseeMan fahren. Was? Ein Sommer ohne Glücksburg? Naja, so dachten wir schon im Vorfeld, könnten wir ja als Helfer wenigstens hin fahren. Weil wir können einfach nicht mehr ohne. Nun gut, nun war es Sonntagabend und ich fühlte mich wie ein  Riese. Und Christian stichelt etwas – „Du wolltest immer eine Langdistanz finischen bevor du 40 wirst“. Keine Angst. Meine 40 ist noch lange hin ;) Und ich bin der Meinung, ich hätte immer gesagt, wenn ich ungefähr 40 bin, kann ich so was immer noch machen. Aber nun war dieses Gefühl da. Und ich habe „JA“ gesagt. Gesagt- getan. Heute ist das Riesen-Gefühl noch da und so ging es los zum ersten Läufchen der „Saison“.